Aufgeregt waren sie alle am ersten Abend, die neunzehn Teilnehmerinnen des à Cappella-Projektchors, den der Erkrather Barbershop-Chor MissHarmony im Januar 2018 ins Leben gerufen hat.
Aufgeregt waren aber auch die Sängerinnen von MissHarmony, denn der Projektchor-Zuwachs hat die Anzahl der Sängerinnen bei der gemeinsamen Donnerstagsprobe mal eben fast verdoppelt.
Auf einmal fühlte sich der sonst so großzügige Probenraum doch recht eng an und das Wort „Probendisziplin“ bekommt bei vierzig Sängerinnen eine ganz andere Bedeutung als bei zwanzig, vor allem, wenn die Stammsängerinnen den „Neuen“ am liebsten ständig ihre Begeisterung für Barbershop und für den Chor vermitteln möchten. Mir anderen Worten: es war lebhaft. Aber nach dem Ertönen der Pitchpipe wurde konzentriert gearbeitet, die neuen Sängerinnen haben sich nahtlos in den Probenrhythmus eingefügt.
Sieben Abende lang haben sich die Sängerinnen von MissHarmony und die Sängerinnen des Projektchors der à Cappella-Herausforderung gestellt. Und wurden sehr schnell belohnt, denn dank exzellenter Vorarbeit, die alle Sängerinnen mit Hilfe der im Vorfeld verteilten Noten und Teachtapes geleistet hatten, konnten die gemeinsamen drei Barbershop-Projektstücke sehr schnell erarbeitet werden. Sogar mit einer kleinen Choreografie.
Und trotz Grippewelle haben fast alle Teilnehmerinnen tapfer durchgehalten. Der Mühen Lohn für zwölf der Projektchor-Sängerinnen: der gemeinsame Bühnenauftritt mit MissHarmony, dem Männer-Barbershop-Chor Düssharmonie und den Quartetten Akimbo und Lind in der Kulturvilla Mettmann.
Für Miss Harmony hat sich der Projektchor doppelt gelohnt. Co-Chorleiterin Petra Schendekehl sagt: „Nicht nur, dass wir gemeinsam ein tolles Konzert auf die Beine gestellt haben, wir konnten auch in der ersten Probe nach dem Konzert zehn neue Sängerinnen in den Chor aufnehmen, mit der üblichen „Quartett-Feuertaufe“. Unter den neuen Chormitgliedern sind tolle Stimmen und wir freuen uns sehr über den Zuwachs. Sicher werden wir ein solches Projekt noch einmal wiederholen und können jedem Chor, der gerne Mitglieder gewinnen möchte, ein solches Projekt nur empfehlen.“
